Maxstraße soll autofreie Zone werden

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SLR
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Maxstraße soll autofreie Zone werden

#1

Beitrag von SLR » Do 7. Mai 2020, 08:54

so überschreibt AZO heute einen Artikel zum Thema. Während so der Eindruck erweckt wird, es handele sich um die gesamte obere Maxstraße ab dem Moritzplatz heißt es im Text, die CSU könne sich eine Schließung bis zum Herkulesbrunnen vorstellen.

Der Koalitionsvertrag der neuen Stadtregierung sieht vor, dass Autos aus der Maximilianstraße verbannt werden. Den Grünen hätte eine völlig autofreie Innenstadt vorgeschwebt, konnten sich damit allerdings beim Koalitionspartner nicht durchsetzen.

Außerdem soll die Altstadt, das Lechviertel, nur noch dem Anliegerverkehr vorbehalten bleiben.

Was für ebendiese nachvollziehbar und vernünftig erscheint, verursacht für die Maximilianstraße durchaus Bedenken bei Anwohnern, wie Geschäftsleuten. Wohl auch deshalb schränkt Volker Ullrich die Ausdehnung der Maxstraße ohne Autos auf den Bereich bis zum Herkulesbrunnen ein. Ob er das schon mit den GRÜNEN abgesprochen hat. ^^..^^ Das könnte der erste Reibungspunkt werden.

https://www.augsburger-allgemeine.de/au ... 43821.html

Für das letzte Drittel der Maxstraße scheint eine totale Aussperrung des Individualverkehrs zumindest nicht dringend erforderlich, wenn nicht kontraproduktiv - es sei denn, man liebt so wie ich leere Straßen und Plätze. Da kann es gar nicht ruhig genug sein. Den meisten gefällt das aber ganz und gar nicht, auf viele wirkt so etwas abtörnend. Die Straße ist sehr breit und auch wenn der Gastronomie noch mehr Platz eingeräumt würde, wäre es dort untertags vermutlich ziemlich verwaist. So gibt es von Seiten der Geschäftsleute auch Vorschläge, man könne die Sperrung auf die Abendstunden verlegen.

Wenn man die Straße dicht macht, könnten allerdings auch wieder Pläne für ihre Bebauung aufploppen. Die haben renommierte Stadtplaner immer wieder mal auf der Agenda. Und sie haben gewichtige Gründe für eine solche, denn die Maximilianstraße war als sie noch nicht so hieß eine Abfolge von Plätzen wie Brotmarkt, Holzmarkt und Weinmarkt und bebaut. Das Tanzhaus stand dort und das imposante Siegelhaus. Das Tanzhaus wurde im Jahr 1632 abgebrochen, das Siegelhaus 1809. Dadurch wurde der Blick vom Moritzplatz auf das Ulrichsmünster freigelegt und die Straße erhielt ihren Namen nach - nein nicht Kaiser Maximilian wie man meinen könnte, weil ja immer von Kaisermeile die Rede ist - sondern nach Maximilian I, Joseph dem Bayerischen König.

https://de.wikipedia.org/wiki/Maximilia ... (Augsburg)
Zuletzt geändert von SLR am Do 7. Mai 2020, 09:41, insgesamt 1-mal geändert.


"Dies ist ein Antiterroranschlag des Asozialen Netzwerkes"

mango
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Re: Maxstraße soll autofreie Zone werden

#2

Beitrag von mango » Do 7. Mai 2020, 09:00

Vor Jahren gab es schon mal eine Sperrung am Abend, da durfte nur noch rausgefahren werden, die Zufahrt war den Anwohnern vorbehalten. Als Gast in div. Lokalen empfand ich das als sehr angenehm, weil ruhig. Die Geschäftsleute oder besser Gastronomen haben dies aber gänzlich anders bewertet und so wurde diese Teilsperrung auch schnell wieder aufgehoben. Die Maxstrasse ohne Autos, optisch wäre das ein Traum und würde die Bezeichnung Prachtmeile rechtfertigen.

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Re: Maxstraße soll autofreie Zone werden

#3

Beitrag von 外国人 » Fr 8. Mai 2020, 18:01

"Celia Johnson liebt lebhafte Innenstädte. Darum wohnt die Medizinerin mit ihrer Familie gerne in Augsburgs Prachtmeile, wie die Maximilianstraße oft genannt wird. Sie sagt, sie wisse nicht, welchen Vorteil eine autofreie Maxstraße bringen soll. Jetzt würden Kunden schnell mal anhalten, um in einen Laden zu gehen. Johnson befürchtet, dass ohne Autos weniger Menschen kommen. „Das wird eine tote Innenstadt“, befürchtet die Anwohnerin.

Mit dieser Meinung steht die Guteste ziemlich allein auf weiter Flur und Feld. 99,9 % aller Max-Anwohner inklusive mir und meinen Nachbarn sind den oft bis nach Mitternacht dauernden Poser- und Parkplatzsuchverkehr dieser Halbaffen, deren Verstand genauso tiefergelegt ist wie deren Potenzprothesen, bitter, bitter leid.

Insofern ist die Überschrift 'Betroffene fürchten "tote Innenstadt"' falsch, richtig lautete sie: 'Eine Betroffene fürchtet "tote Innenstadt"'.

Apropos Parkplatzsuchverkehr: Das Ordnungsamt unternimmt nix, schlicht und ergreifend gar nix! In unserer Straße - verkehrsberuhigter Bereich übrigens - geht es trotz des Parkverbots zu wie beim Ikea am Samstag Nachmittag. Das Ordnungsamt könnte in einer halben Stunde hunderte Euro Umsatz machen - da hat der Dietz seinen Kumpel vom Ordnungsamt wohl angewiesen, ihm seine Gäste nicht zu vergraulen. Anders kann ich mir die Untätigkeit des Ordnungsamts nicht mehr erklären.

Warum positioniert sich die AZ eigentlich so eindeutig auf der Seite dieser tiefergelegten Vollidioten?
结束很近。

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Re: Maxstraße soll autofreie Zone werden

#4

Beitrag von SLR » Fr 8. Mai 2020, 18:09

外国人 hat geschrieben:
Fr 8. Mai 2020, 18:01
"Celia Johnson liebt lebhafte Innenstädte. Darum wohnt die Medizinerin mit ihrer Familie gerne in Augsburgs Prachtmeile, wie die Maximilianstraße oft genannt wird. Sie sagt, sie wisse nicht, welchen Vorteil eine autofreie Maxstraße bringen soll. Jetzt würden Kunden schnell mal anhalten, um in einen Laden zu gehen. Johnson befürchtet, dass ohne Autos weniger Menschen kommen. „Das wird eine tote Innenstadt“, befürchtet die Anwohnerin.

Mit dieser Meinung steht die Guteste ziemlich allein auf weiter Flur und Feld. 99,9 % aller Max-Anwohner inklusive mir und meinen Nachbarn sind den oft bis nach Mitternacht dauernden Poser- und Parkplatzsuchverkehr dieser Halbaffen, deren Verstand genauso tiefergelegt ist wie deren Potenzprothesen, bitter, bitter leid.

Insofern ist die Überschrift 'Betroffene fürchten "tote Innenstadt"' falsch, richtig lautete sie: 'Eine Betroffene fürchtet "tote Innenstadt"'.

Apropos Parkplatzsuchverkehr: Das Ordnungsamt unternimmt nix, schlicht und ergreifend gar nix! In unserer Straße - verkehrsberuhigter Bereich übrigens - geht es trotz des Parkverbots zu wie beim Ikea am Samstag Nachmittag. Das Ordnungsamt könnte in einer halben Stunde hunderte Euro Umsatz machen - da hat der Dietz seinen Kumpel vom Ordnungsamt wohl angewiesen, ihm seine Gäste nicht zu vergraulen. Anders kann ich mir die Untätigkeit des Ordnungsamts nicht mehr erklären.

Warum positioniert sich die AZ eigentlich so eindeutig auf der Seite dieser tiefergelegten Vollidioten?
Also ich bin da unvoreingenommen. Ich hab's nur mal hier eingestellt. Meinetwegen wird die Maxstraße autofrei, ich liebe tote Innenstädte - schrub ich ja schon.

Vllt. muss man differenzieren zwischen tagsüber und abends/nachts bzw. sonntags. Das, was Du beschreibst, geht wohl allen Anwohnern auf den Keks, vermtl. auch Frau Johnson. Das findet aber überwiegend in den Abendstunden statt, oder? Sie beschreibt die Situation ja für die Geschäftsöffnungszeiten - nicht den Disco- und Barbetrieb.

Bis zum Herkulesbrunnen könnte man sicherlich ganz dicht machen, das wäre wohl ein Gewinn. Danach fehlt vermutlich die Frequenz, es sei denn man richtete mitten auf der Straße Gastonomie ein, aber das geht ja nicht, wegen der Straba.
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Re: Maxstraße soll autofreie Zone werden

#5

Beitrag von 外国人 » Fr 8. Mai 2020, 18:20

SLR hat geschrieben:
Fr 8. Mai 2020, 18:09
Meinetwegen wird die Maxstraße autofrei, ich liebe tote Innenstädte - schrub ich ja schon.
Sind die Innenstädte von Oslo, Madrid, Kopenhagen, Stockholm, London, Paris, Brüssel, Hamburg und viele andere mehr, die ganz oder größtenteils autofrei sind, tot?
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Re: Maxstraße soll autofreie Zone werden

#6

Beitrag von 外国人 » Fr 8. Mai 2020, 18:52

外国人 hat geschrieben:
Fr 8. Mai 2020, 18:01
Apropos Parkplatzsuchverkehr: Das Ordnungsamt unternimmt nix, schlicht und ergreifend gar nix! In unserer Straße - verkehrsberuhigter Bereich übrigens - geht es trotz des Parkverbots zu wie beim Ikea am Samstag Nachmittag. Das Ordnungsamt könnte in einer halben Stunde hunderte Euro Umsatz machen - da hat der Dietz seinen Kumpel vom Ordnungsamt wohl angewiesen, ihm seine Gäste nicht zu vergraulen.
Einem Nachbarn ist übrigens vergangenes Jahr der Geduldsfaden gerissen und er hat auf eigene Kosten eine dieser Potenzprothesen abschleppen lassen. Meine Hochachtung Bild.

Das dumme Gesicht des Besitzers hätte ich gerne gesehen...
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Bittersüß
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Re: Maxstraße soll autofreie Zone werden

#7

Beitrag von Bittersüß » Fr 8. Mai 2020, 21:10

外国人 hat geschrieben:
Fr 8. Mai 2020, 18:20
Sind die Innenstädte von Oslo, Madrid, Kopenhagen, Stockholm, London, Paris, Brüssel, Hamburg und viele andere mehr, die ganz oder größtenteils autofrei sind, tot?
Dein Link zu Wikipedia straft dich Lügen was Hamburg betrifft, und Lechbruck am See ist ein Dorf. :lach: Bei meinem letzten Besuch in Hamburg habe ich nichts von einer autofreien Innenstadt gemerkt, auch in London ist trotz Citymaut jede Menge Verkehr. Ich bin schon ein Befürworter für autofreie Innenstädte, in Frankreich hab ich das in Straßburg als sehr angenehm empfunden. In Deutschland ist man da aber noch meilenweit entfernt davon, gerade Hamburg hat ein immenses Verkehrsproblem und keine vernünftigen Lösungen dafür. Augsburg ist ja in deinem Link auch aufgeführt, aber hier ist außer der Fuzo auch nichts autofrei. Solang die CSU da an der Macht ist wird sich auch nichts ändern trotz Koa mit den Grünen, weil die Schwarzen traditionell pro Auto sind. Kannst ja auch schon daran sehen, dass man höchstens bis zum Herkulesbrunnen sperren will, für die Protzralleys bleibt dann noch genug Platz :no: So, nun kannst mir ja einen Tritt geben aber achtung, ich trete auch zurück
Ach wie gut das niemand weiss, das ich Rumpelstielzchen heiss

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Bogdan
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Re: Maxstraße soll autofreie Zone werden

#8

Beitrag von Bogdan » Fr 22. Mai 2020, 17:28

Meldung DAZ

Es scheint den Grünen wichtig zu sein.

Zitat aus dem Link:
dass im Koalitionsvertrag die Befreiung der Altstadt vom Durchgangsverkehr (Durchfahrtsverbote für das Lechviertel) und die Verkehrsberuhigung (Tempo 20) in der Karolinenstraße festgeschrieben sei.

Auf gehst ihr Grünen nicht quatschen, umsetzen.
Die Schwierigkeit beim Katz-und-Maus-Spiel ist zu wissen, wer die Katze ist.
aus Jagd auf Roter Oktober
Egal wie tief man die Messlatte des geistigen Verstandes eines Menschen legt, es gibt jeden Tag jemanden, der bequem darunter durchlaufen kann!

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